Sprecherwechselorganisation in Situationen des Gesprächsdolmetschens - Eine Fallstudie am Beispiel von deutsch-französischen Fachschulungen Die Übernahme von Turns gehört zu den Grundmerkmalen verbaler Interaktion, wobei die Organisation des Sprecherwechsels offenbar in geordneter Weise und nach einem begrenzten Set von Regeln erfolgt (vgl. Sacks et al. 1978).
Wie jedoch funktioniert die Sprecherwechselorganisation in gedolmetschten Dialogen, wo in der Regel Gesprächspartner unterschiedlicher Muttersprache nicht direkt miteinander kommunizieren, sondern die jeweiligen Geprächsbeiträge von einem (meist zweisprachigen) Geprächsdolmetscher übertragen werden? Woher wissen die Beteiligten - sog. "primäre" Interaktionspartner wie Dolmetscher -, wer das Rederecht hat, an wen der Sprecher bzw. die Sprecherin sich richtet, wer als nächstes sprechen wird und in welcher Sprache? Diesen und ähnlichen Fragen hat sich u.a. Roy (1996) gewidmet, wobei ihre Untersuchungen an US-amerikanischen Gesprächen durchgeführt wurden, die unter Hinzuziehung eines Gebärdensprachendolmetschers zustandekamen. Die Ergebnisse zeigen, daß der beteiligte Dolmetscher neben übersetzerischen Aufgaben im engeren Sinn, d.h. der Übertragung ausgangssprachlicher Informationen in die (Ziel-) Sprache des Adressaten, auch entscheidende gesprächskoordinierende Aufgaben übernimmt, insbesondere im Bereich der Turn-Taking-Organisation.
In meinem Beitrag möchte ich eine Fallstudie von deutsch-französischen Fachschulungen mit Dolmetscherbeteiligung präsentieren, welche auf Ton- und Videokassette dokumentiert wurden. Anhand von ausgewählten Transkriptausschnitten sollen sprachliche, prosodische und gestische Mittel der Sprecherwechselorganisation in dieser spezifischen Konstellation des Multi Party Talk rekonstruiert werden.
Roy, Cynthia B. (1996): "An interactional sociolinguistic analysis of turn-taking in an interpreted event." In: Interpreting, International Journal of Research and Practice in Interpreting 1/1, 39-67
Sacks, Harvey / Schegloff, Emanuel A. / Jefferson, Gail (1978): "A simplest systematics for the organization of turn taking for conversation." In: Schenkein, Jim (Hg.): Language, thought and culture. Advances in the study of cognition. London, 7-56
Äußerungsformen emotionaler Beteiligung: Schreien und Stöhnen Daß Menschen emotional reagieren, ist bekannt. Daß diese Reaktionen sichtbar und hörbar erfolgen können, ist auch bekannt. Auf welche Weise sie sichtbar und hörbar werden, war immer wieder Gegenstand der Psychologie und in letzter Zeit auch der Linguistik. Seit einigen Jahren beschäftigt man sich nun vermehrt mit der Frage, welche Rolle Emotionen bzw. ihre Äußerungsformen in der Kommunikation spielen.
Das Korpus des DFG-Projektes "Über Fernsehen sprechen" bietet zum einen die Möglichkeit, Emotionsäußerungen im Spannungsfeld zwischen Reaktion auf den Fernsehtext und Kommunikation mit den anderen Zuschauern zu analysieren. Zum anderen enthält es eine Reihe von Äußerungsformen, die in anderen Korpora nur selten zu finden sind.
Zwei dieser Äußerungsformen, die meines Wissens bisher kaum beachtet wurden, sollen im Mittelpunkt meines Vortrages stehen: Schreien und Stöhnen. Ich möchte der Frage nachgehen, welche Funktionen Schreien und Stöhnen beim gemeinsamen Fernsehen haben und davon ausgehend einige Überlegungen anschließen, wie man solche Minimalformen in eine gesprächsanalytische Beschreibung integrieren kann.
Ein integratives Humormodell? Der Vortrag diskutiert ein linguistisch-pragmatisch orientiertes Rezeptionsmodell humoristischer Kommunikation in seinem Verhältnis zu bekannten Humortheorien. Zentrale Punkte sind dabei die Modellierung komplexer Inkongruenzen auf verschiedenen Ebenen des Kommunikationsprozesses, die Identifikation der Rezipienten mit dargestellten Figuren und das Mechanische der eigenen Rezeptionsposition. Es soll umrissen werden, inwiefern und in welchem Maße das vorgestellte Modell das Erklärungspotential dieser Theorien in sich aufnehmen kann.
La radio que t£ haces! Der Radiohörer als Protagonist? Aspekte der Gesprächssteuerung Dieser Beitrag ist Teil einer umfangreicheren konversationsanalytischen an ethnomethodologischen Verfahren orientierten Untersuchung von medial vermittelten Gesprächen.
Mein Untersuchungsmaterial besteht aus Radiosendungen mit Hörerbeteiligung in spanischer, katalanischer und französischer Sprache. Bei den spanischen und katalanischen Sendungen, auf die ich mich in diesem Beitrag beschränken werde, handelt sich um Sendungen, in denen Beratung stattfindet, d.h. die Hörer sind aufgerufen beim Sender anzurufen und Probleme oder Fragen zu unterbreiten und - im Unterschied zu anderen Beratungssendungen - gehen die Lösungsvorschläge nicht vom Moderator oder von einem im Studio anwesenden Experten, sondern wiederum von den anderen Hörern aus, die telefonisch in die Sendung eingeschaltet werden.
Die spanische Sendung La noche de los sabios wird den Hörern in der sendereigenen Werbung mit dem Slogan la radio que t£ haces, angepriesen. Die Hörer werden als Protagonisten bezeichnet, der Moderator tritt zurück, legt sich immer wieder bei der Beurteilung oder Lösungsbewertung große Zurückhaltung auf und betont immer wieder, daß er sich dazu nicht äußern könne, da es ja nicht seine, sondern die Sendung der Hörer sei. Der Moderator stellt sich selbst nur als reiner Vermittler zwischen verschiedenen Hörern dar und kennzeichnet sich selbst als Akteur im Hintergrund. Das gilt (in weniger ausgeprägter Form) auch für den Moderator der katalanischen Sendung La nit dels ignorants. Auch in dieser Sendung sollen die Hörer die Themen des Programms bestimmen und durch ihre Telefonanrufe die Sendung gestalten.
Ziel meines Beitrags ist es nun, aufzuzeigen, daß diese offiziell deklarierte Hintergrundsfunktion der Moderatoren keineswegs gegeben ist, sondern, daß sie es sind, die die Gesprächssteuerung wahrnehmen. Ich werde die diskursiven Verfahren beschreiben, mit denen sie die Gesprächsorganisation und die Textproduktion der vermeintlichen Protagonisten steuern.
Die Mitarbeiterzeitung - ein Medium der positiven Selbstdarstellung Die Mitarbeiterzeitung ist ein Medium der innerbetrieblichen Kommunikation. Sie wird von Unternehmen für die Belegschaft herausgegeben. Regelmäßig informiert sie die Mitarbeiter über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, über Neuerungen im Betrieb und berichtet von Betriebsfesten, gibt Hinweise zum Thema Arbeitssicherheit und lädt zu Vorträgen ein. Aus ihr erfahren die Angestellten, welche Kollegen befördert wurden oder einen runden Geburtstag feiern. Die Mitarbeiterzeitung scheint ein Informationsmedium für einen bestimmten Adressatenkreis zu sein. Diese Klassifizierung hält einer Überprüfung nicht stand. Meine These lautet: Die Mitarbeiterzeitung dient vorrangig der Selbstdarstellung des Unternehmens. Ihr primäres kommunikatives Ziel ist, ein positives Bild der Firma zu zeichnen und das selbstgestaltete Image den Mitarbeitern zu vermitteln.
An einem Korpus von Mitarbeiterzeitungen deutscher Unternehmen eines Jahrgangs wurde diese These überprüft. Die kommunikative Funktion der Texte im Gebrauchsmedium Mitarbeiterzeitung sowie der situative Kontext, in dem diese Texte entstehen und in dem sie funktional eingesetzt werden, spielten eine wesentliche Rolle. Erste Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, daß es bestimmte Strategien gibt, die von den PR-Redakteuren eingesetzt werden, um ein Image im Sinne der Unternehmensideologie zu konstruieren und zu verfestigen.
So ist etwa eine Negativberichterstattung, wie sie sich in ,richtigen" Zeitungen findet, bei der Mitarbeiterzeitung nicht auszumachen. Konfliktäre Themen werden zugunsten von Positivmeldungen vermieden. Aufschlußreich für das strategische Vorgehen der Unternehmen ist auch die Art der Darstellung von negativen Entwicklungen im Unternehmen oder in seinem Umfeld. Euphemismen, Abschwächungen und relativierende Gegenüberstellungen finden sich hier. Eine weitere Strategie der positiven Selbstdarstellung läßt sich an verschiedenen Formen des Lobens festmachen. Das Herausstellen ökonomischer Erfolge sowie das häufige Hinweisen auf Serviceangebote für die Mitarbeiter werden ebenfalls als bewußt eingesetzte Maßnahmen gewertet. Das Konstruieren eines Szenarios, das den Betrieb als Familie darstellt, ist eine weitere Strategie der positiven Selbstdarstellung.
Beger, Rudolf / Gärtner, Hans-Dieter/ Mathes, Rainer (1989): Unternehmenskommunikation: Grundlagen, Strategien, Instrumente. Wiesbaden, Frankfurt.
Biere, Bernd Ulrich (1994): Strategien der Selbstdarstellung. In: Bungarten, Theo (Hrsg.): Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit, Eigenbild und Fremdbild von Unternehmen. Tostedt. S. 9 - 26
Hassinen, Tiia/ Wenner, Marion (1994): Zur Selbstdarstellung in Werk- und Kundenzeitschriften. In: Bungarten, Theo (Hrsg.): Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit, Eigenbild und Fremdbild von Unternehmen. Tostedt. S. 27 - 48
Schneider, Erika (1984): Funktion und Methoden der österreichischen Werkzeitschriften. Eine quantitativ-qualitative Inhaltsanalyse. Salzburg.
Multimediale Lernosftware im Fremdsprachenunterricht Dieser Vortrag befaßt sich mit der Qualität und den Einsatzmöglichkeiten von CALL-Programmen (computer assisted language learning) im Fremdsprachenunterricht. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei im Bereich der aus pragmatischer Sicht wünschenswerten Merkmale liegen. Der Vortrag gliedert sich in drei Teile:
1. Vorstellung/Evaluierung vorhandener CALL-Programme
2. Anforderungen an CALL-Programme aus pragmatischer Sicht
3. Überlegungen zur Erfüllbarkeit dieser Anforderungen (Video- und Audiomerkmale, Art der grammatischen und semantischen Analysen etc.)
Sprachthematisierung als Methode der systemischen Unternehmensberatung Eine auf den ersten Blick banale Auffassung besagt, daß Organisationen Leute sind, und daß diese Leute vor allem eines tun, nämlich miteinander reden - und zwar umso mehr, je höher in der Hierarchie sie stehen; in zahlreichen Gesprächen erzeugen, erhalten oder verändern sie unablässig ihre Organisation, wobei sie sich auch von ihrem jeweiligen Wissen über deren `Struktur' leiten lassen (Boden 1994).
Wenn Gespräche das Fundament von Institutionen sind, so kann es nicht verwundern, daß `Sprachthemen' in der (psychologischen) Unternehmens- und Organisationsberatung eine besondere Rolle spielen (auch im Vergleich zur professionellen Metakommunikation in Kommunikationstrainings, Verkaufsschulungen etc., vgl. Antos 1996). Die Einschätzung eines Beraters, daß fachlinguistische Perspektiven hier zu weiteren Einsichten verhelfen können, gab den Anstoß zur Auswertung von authentischen Gesprächen unter folgenden Aspekten:
Antos, Gerd (1996): Laien-Linguistik. Studien zu Sprach- und Kommunikationsproblemen im Alltag am Beispiel von Sprachratgebern und Kommunikationstrainings. Tübingen (= RGL 146).
Boden, Deirdre (1994): The Business of Talk. Organizations in Action. Cambridge, MA.
Nothdurft, Werner/Ulrich Reitemeier/Peter Schröder (1994): Beratungsgespräche. Analyse asymmetrischer Dialoge. Tübingen (= Forschungsberichte des IDS 61).
Ironische Äußerungen - Eine gesprächsanalytische Begriffsbestimmung Die traditionelle rhetorische Definition von Ironie beschreibt sie als "das Gegenteil von dem sagen, was man meint". Obwohl diese Bestimmung die meisten linguistischen Arbeiten nachhaltig beeinflußt hat - und von Alltagssprechern sicher auch so angegeben würde - deckt sie nur einen kleinen Teil der Äußerungen ab, die tatsächlich als ironisch empfunden werden. Deshalb sollte in dem hier vorgestellten Projekt der Begriff "mündliche Ironie" auf der Grundlage eines umfangreichen Korpus' ethnomethodologisch rekonstruiert werden. Das Resultat der Untersuchung von semantischer und syntaktischer Struktur, von sequentieller Position und interaktiver Realisierung von etwa dreihundert Belegen ließ die ironischen Äußerungen als Bewertunghandlungen erkennen, die fast ohne Ausnahme negativ werten. Damit ist aber keineswegs geklärt, was eine ironische Bewertung von einer nicht-ironischen unterscheidet. In meinem Vortrag möchte ich daher anhand einiger typischer Beispiele die Kriterien entwickeln, die ich aufgrund meiner Arbeit für wesentlich halte, und sie zur Diskussion stellen.
Fernsehaneignung. Über Formen, Räume und Stile der kommunikativen Aneignung von Fernsehen "Aneignung" ist zu einem Schlagwort der Medienforschung geworden. Insbesondere in qualitativen Untersuchungen wird der Ausdruck seit einiger Zeit gehäuft verwendet, um den Vorgang der aktiven Konstitution von Bedeutung auf Seiten der Rezipienten begrifflich zu fassen. In dem ersten Teil meines Beitrags möchte ich vor dem Hintergrund der aktuellen qualitativen und kulturwissenschaftlichen Zuschauerforschung den Begriff der Fernsehaneignung dahingehend spezifizieren, dass hierunter sinnvollerweise ein Vermittlungsprozess zwischen Fernseh- und Alltagsdiskursen zu verstehen ist. Innerhalb dieses Vermittlungsprozesses kommt den Alltagsgesprächen der Konsumenten eine relevante Bedeutung zu, da diese durch ihre Gespräche über Fernsehsendungen medial Repräsentiertes mit lebensweltlichen Sinnzusammenhängen in Beziehung setzen. Hierbei kann das Gespräch über Fernsehen als "Katalysator" der Fernsehaneignung begriffen werden.
Will man sich mit dem Prozess der Fernsehaneignung empirisch genauer befassen, so bieten sich drei Kategorien an. Zunächst lassen sich (1) typische kommunikative Formen der Fernsehaneignung unterscheiden, die (2) funktional auf drei Räume der Aneignung bezogen sind: So stellt die Lebenswelt einen grundlegenden Bezugsraum der Fernsehaneignung dar, daneben eröffnet das Fernsehen spezifische Räume des emotionalen Erlebens und es besteht auf Seiten der Zuschauer ein Raum für unterschiedliche Lesarten. Betrachtet man die Fernsehaneignung stärker aus der Perspektive von sozialen Gruppen (Familien, WGs usw.), so bietet sich (3) die Kategorie des Aneignungsstils an, um den Vermittlungsprozess adäquat zu fassen. So lassen sich unterschiedliche Personal- und Gruppenstile hinsichtlich der Fernsehaneignung unterscheiden, die durch die Rollenstruktur der jeweiligen Gruppe bedingt sind. Mithilfe dieser drei Kategorien möchte ich anhand exemplarisch ausgewählter Beispiele in meinem Beitrag Grundaspekte des kommunikativen Fernsehaneignungsprozesses herausarbeiten.
Hepp, Andreas (1996): Fernsehaneignung. Über Formen, Räume und Stile der kommunikativen Aneignung von Fernsehsendungen. Diss. Universität Trier.
Hepp, Andreas (1997): Cultural Studies: Über Medientexte und Kontexte, Vergnügen und Gebrauch. In: medien praktisch 97 (1), im Druck.
Hepp, Andreas/Winter, Rainer (1997): Cultural Studies und Sprachwissenschaft. Berührungspunkte, Positionen und Perspektiven. In: GAL-Bulletin. Zeitschrift für Angewandte Linguistik, Heft 25, im Druck.
Hepp, Andreas/Winter, Rainer (Hg.) (1997): Kultur - Medien - Macht. Cultural Studies und Medienanalyse. Opladen: Westdeutscher Verlag (in Vorbereitung).
Holly, Werner/Püschel, Ulrich (Hg.): Medienrezeption als Aneignung. Methoden und Perspektiven qualitativer Medienforschung. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Winter, Rainer (1995): Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozeß. München: Quintessenz.
Syntaktische Kategorien der gesprochenen Sprache Das beherrschende und einzig voll entwickelte grammatische Kategoriensystem ist ein System, das der Analyse und Beschreibung der geschriebenen Sprache angepaßt wurde. Dieses System ist für die gesprochene Sprache erwiesenermaßen mehr oder weniger inadäquat, da zum einen offensichtlich für bestimmte Phänomene der gesprochenen Sprache keine Kategorien existieren und zum anderen eine Reihe von auf die Schriftsprache bezogenen syntaktischen Kategorien in der gesprochenen Sprache nicht oder nur bedingt greifen.
Die Konsequenz aus diesem Befund ist, daß traditionelle syntaktische Begriffe wie Satz oder Ellipse für die gesprochene Sprache zunehmend in Frage gestellt werden. Meines Erachtens mit Recht, denn moderne Ansätze sollten sich dadurch auszeichnen, daß sie Kategorien nicht einfach setzen und den gesprochenen Text in diese Kategorien hineinzwängen, sondern daß sie sich bemühen, die charakteristischen Phänomene der gesprochenen Sprache am gegebenen Material zu ergründen, um ein Kategoriensystem darauf aufzubauen.
Dies wird in dem Vortrag versucht, und zwar mit einer dependenzgrammatischen Grundlage. Ziel ist eine Kategorisierung, die die syntaktischen Gegebenheiten der jeweiligen Konstruktion, wie sie der direkten empirischen Beobachtung zugänglich sind, unmittelbar reflektiert.
Den Satz (rein grammatisch-strukturell definiert über das Kriterium der Finitheit) betrachte ich dabei als eine spezifische (und dabei sicher als die idealtypische) syntaktische Form, die neben anderen Formen existiert, um eine Äußerung zu tätigen. Ich verwerfe den Satzbegriff also nicht und halte ausdrücklich fest, daß sich auch die gesprochene Sprache der Kategorie Satz bedient. Es muß aber darum gehen, Kategorien für die syntaktischen Äußerungsformen zu finden, die neben dem Satz in der gesprochenen Sprache regelmäßig vorkommen.
Ich schlage vor, diese Konstruktionen als Satzäquivalente zu bezeichnen, um zu signalisieren, daß es sich um dem Satz gleichwertige Strukturen handelt. Gleichwertig in dem Sinne, daß der Sprecher in bestimmten Kommunikationssituationen bzw. Redekonstellationen die Möglichkeit hat, statt eines Satzes eine äquivalente Äußerungsform zu verwenden, die in gleicher Weise geeignet ist, die Intentionen des Sprechers zu realisieren und einen relativ abgeschlossenen psychischen Inhalt sprachlich zum Ausdruck zu bringen.
Insofern wird der Satzbegriff reduziert auf eine bestimmte grammatische Form und primär syntaktisch definiert. Mit dem pragmatisch fundierten Terminus "Satzäquivalent" werden alle anderen Determinanten aufgegriffen, die sonst auf den Satzbegriff aufgeladen werden und die diesen m.E. überfrachten. Satz und Satzäquivalent können somit gleichermaßen als inhaltlich relativ unabhängige Einheiten mit einer bestimmten Funktion und einem bestimmten Intonationsverlauf gelten, ohne daß sie syntaktisch gleichgesetzt werden.
Mit den Satzäquivalenten ist eine übergreifende Kategorie gegeben, die alle neben dem Satz existierenden syntaktischen Äußerungsformen umfaßt und die nun in verschiedenen Ausprägungen vorkommen kann. Diese Ausprägungen zu beschreiben, ist Anliegen des Vortrages.
Linguistik der Emotionen - Intonation In meinem Vortrag werde ich entlang der im folgenden aufgeführten Thesen ein Konzept für das Phänomen Emotionen in der Linguistik und deren Ausdruck entwickeln.
Von Aufmerksam Machen bis Zurechtweisen: zum kommunikativen Repertoire von Fernsehzuschauern Die Rezeption von Fernsehtexten umfaßt mehr als Hören und Sehen. Wenn Zuschauer in der Gruppe fernsehen, sprechen sie während oder nach der Rezeption über das Gesehene und Gehörte und setzen sich auf diese Weise mit den Medienangeboten kommunikativ auseinander. Das Spektrum des Sprachhandelns reicht dabei von kurzen Bewertungen und Informationsfragen über umfangreichere Medienrekonstruktionen bis zum ausführlichen Diskutieren oder dem Erzählen einer Alltagsepisode, für die das Fernsehen einen thematischen Impuls gab. Die Zuschauer eignen sich so in vielfältiger und eigenständiger Weise Medieninhalte kommunikativ an (vgl. allg. zur Medienaneignung z.B. Keppler 1994, Winter 1995, Charlton / Schneider 1997).
In meinem Vortrag werde ich, anknüpfend an Matthewson (1992), Holly (1993) und Hepp (1994), das `kommunikative Repertoire' der Fernsehzuschauer bei der Aneignung von Fernsehtexten beschreiben und eine Kategorisierung typischer Sprachhandlungsmuster der fernsehbegleitenden Kommunikation zur Diskussion stellen. Ausgehend von diesem Inventar der Muster möchte ich zudem herausarbeiten, welche Funktionen die fernsehbegleitende Kommunikation für den einzelnen Zuschauer und die Gruppe erfüllt. Die Analyse stützt sich dabei weitgehend auf das Chemnitzer Korpus des DFG-Projekts "Über Fernsehen sprechen", welches bereits auf den letzten Arbeitstagungen vorgestellt wurde.
Charlton, Michael / Silvia Schneider (Hrsg.) (1997): Rezeptionsforschung. Theorien und Untersuchungen zum Umgang mit Massenmedien. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Hepp, Andreas (1994): Sprechen bei der Fernsehrezeption. Unv. Magisterarbeit. Universität Trier.
Holly, Werner (1993): Fernsehen in der Gruppe - gruppenbezogene Sprachhandlungsmuster von Fernsehrezipienten. In: Werner Holly / Ulrich Püschel (Hrsg.). Medienrezeption als Aneignung. Methoden und Perspektiven qualitativer Medienforschung. Opladen: Westdeutscher Verlag. S. 137 - 150.
Keppler, Angela (1994): Tischgespräche. Über Formen kommunikativer Vergemeinschaftung am Beispiel der Konversation in Familien. Frankfurt am Main: Suhrkamp (= stw 1132).
Klemm, Michael (1996): "Mensch entweder wir guckn film oder wir quatschn". Ein Ansatz zur Kategorisierung und Beschreibung von Sprachhandlungen beim fernsehbegleitenden Sprechen. Unv. Typoskript.
Klemm, Michael (1997): Von "Papas Stinkefüßen" und dem Elend in Lateinamerika. Themen und Spezifika der Themenbehandlung in der Kommunikation unter Fernsehzuschauern. Unv. Typoskript.
Matthewson, Lisa (1992): Talking to the TV. The conversational behavior of television viewers. In: Wellington Working Papers in Linguistics 5/1992, S. 17 - 35.
Winter, Rainer (1995): Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozeß. München: Quintessenz.
Imagearbeit in Fernseherien - kontrastiv Seit Hollys "Imagearbeit in Gesprächen" (1979) ist das Goffmansche Konzept der Facework auch in der deutschen Forschung ein Begriff. Mit "Imagearbeit" bezeichnet man die Schritte, mit denen Interaktanten im Gespräch versuchen, ein interaktionelles, ("rituelles" bei Holly) Gleichgewicht zu erhalten oder wiederherzustellen. Neben individuellen Bemühungen um die Images spielt hier auch eine Orientierung an gesellschaftlich akzeptierten Verhaltensnormen eine Rolle.
Da soziales Verhalten sowohl individuell als auch kulturell determiniert ist, kann Imagearbeit einerseits situationsbezogen, andererseits unter kulturellem Aspekt betrachtet werden.
Fernsehserien bieten laut Martenstein (1996) die Möglichkeit, "einer Zeit und einem Volk ins Gemüt" zu schauen. Daher möchte ich anhand von zwei deutschen und zwei amerikanischen Serien versuchen zu zeigen, daß Imagearbeit kulturell determiniert ist und unterschiedliche Strategien benutzt werden, um interaktionelles Gleichgewicht zu erzielen.
Ich möchte mich dabei auf bestätigende Muster der Imagearbeit beschränken und zeigen, daß trotz der Existenz universeller Strategien zur Partnerbestätigung (wie Brown/ Levinson, 1987 propagieren) die kulturellen Unterschiede in Auswahl und Sequenzierung der Muster oder Strategien liegen.
Abschließend möchte ich in einem kleinen Exkurs auf Veränderungen eingehen, die bei der Synchronisation der Serien in die jeweils andere Sprache auftreten.
Texte im WWW: Innovation und Kontinuität Das Internet und besonders das World Wide Web haben seit Beginn der Neunziger einen erstaunlichen Aufschwung erlebt. War das Internet früher nur die Kommunikationsform einiger weniger (Natur)wissenschaftler, so hat es mittlerweile den Rang eines weltumspannenden Massenmediums erlangt.
In der Linguistik findet dieses erstaunliche Phänomen jedoch nur zögerlich Beachtung. Dies ist - neben der Tatsache, daß sich hier Linguisten wieder einmal die Chance auf die Besetzung eines neuen Berufsfeldes entgehen lassen - besonders deshalb zu beklagen, da sich bei Hypertexten die Entwicklung neuer Textstrukturen zeigt, bzw. bereits bestehende Textmerkmale einen neuen Höhepunkt erreichen. Zu nennen sind hier vor allem die folgenden vier Dimensionen, nämlich:
Die Grenzen der Wirklichkeit: Die kommunikative Konstruktion von Wirklichkeit bei der Fernsehrezeption Wirklichkeit scheint eine problematische Angelegenheit zu sein, zumindest seit sich Menschen die Frage stellen, ob das was sie sehen, hören und erfahren auch wahr, ob es wirklich ist. Seit der Entstehung der modernen Massenmedien haben sich diese Probleme potenziert. Dem geschriebenen Wort nicht bedingungslos zu glauben, haben wir lange gelernt, doch nun auch Bildern zu mißtrauen, ist eine Erkenntnis aus neuerer Zeit. Bei all den Zweifeln, die wir heute an der Wahrheit von Mitgeteiltem anbringen könnten, müßten wir gerade dem Fernsehen ganz besonders mißtrauisch gegenübertreten, und dies, obwohl wir einen Großteil unseres Wissens durch das Fernsehen erhalten. Hat das Wissen um die potentiellen Täuschungsmöglichkeiten des Fernsehens irgendeine Konsequenz für unseren Umgang mit den Informationen und Mitteilungen, die wir aus ihm beziehen? Können wir erkennen, daß die Wirklichkeit des Mediums nicht unsere Realität ist, daß das Medium, selbst wenn es vorgibt Wirklichkeiten abzubilden, nur selektiv abbildet und damit neu konstruiert, eigene Wirklichkeiten schafft? Und hat die Inszeniertheit von Medienereignissen Folgen für deren Rezeption? Welche Anschlußmöglichkeiten bieten reale und fiktionale Wirklichkeiten für die Wirklichkeitskonstruktionen der Zuschauer? Wird die Fernsehwirklichkeit schon als die wirklichere Wirklichkeit wahrgenommen? Verschwindet unsere Wirklichkeit gar hinter der Wirklichkeit der Medien, wie der Pädagoge Hartmut von Hentig befürchtet?
Der Mensch erschafft sich seine Wirklichkeiten kommunikativ; ein Medium der Kommunikation ist das Fernsehen. Mit Hilfe des Mediums Fernsehen konstruiert der Mensch nicht nur seine eigene Wirklichkeit, er schafft auch Wirklichkeiten, die nur vorgeben, Abbilder einer Wirklichkeit zu sein: Fernsehwirklichkeiten. Wie wirklich diese Fernsehwirklichkeiten für die Rezipienten sind, ist die Grundfrage meiner Arbeit, die hier vorgestellt werden soll. Der Gedanke, daß die Komunikation, welche innerhalb des Mediums abläuft, die Kommunikation der Rezipienten untereinander beeinflußt, impliziert keinen Manipulationsverdacht, dem mit erhobenem pädagogischem Zeigefinger das Wort von der Schlechtheit des Fernsehens geredet werden soll. Vielmehr wird die Frage zu beantworten sein, welche Wirklichkeiten Fernsehzuschauer im Anschluß an rezipierte Texte konstruieren, und wie sie diese an die Wirklichkeiten, vorgeblichen Realitäten und Fiktionalisierungen des Fernsehens anschließen.
Der These folgend, daß sich der Umgang der Rezipienten mit den Wirklichkeitskonstruktionen des Mediums anhand ihrer Kommunikation darüber untersuchen läßt, wird diese Arbeit nach den kommunikativen Spuren der Grenzen von Wirklichkeiten suchen.
Kontrastive Intonationsforschung auf sprechakttheoretischer Grundlage Das Thema des Dissertationsprojekts ist der Vergleich deutscher und italienischer Intonation und ihrer Bedeutung für die Gesprächsorganisation. Ausgangspunkt ist die Beschreibung logischer (sprechakttheoretischer) Strukturen, die als neutrales tertium comparationis unabhängig von der in den Einzelsprachen unterschiedlichen intonatorischen Kategorienbildung dienen. Die empirische Untersuchung findet an den die gewählten formalen Strukturen repräsentierenden Gesprächsabschnitten statt. Diese Gesprächsabschnitte sind aus praktischen Gründen Fernsehdialogen entnommen. Vom Ansatz her steht die Arbeit zwischen theoretischen und empirischen Grammatikmodellen. Das heißt, daß einerseits die Möglichkeit einer voraussetzungslosen streng empirisch-induktiven Korpusarbeit grundsätzlich bestritten wird. Andererseits wird es aber auch nicht als sinnvoll erachtet, die psychische Realität von Tiefenstrukturen oder in ihnen operierenden Regeln zu behaupten, die empirisch weder belegt noch falsifiziert werden kann. Für die sprechakttheoretische Struktur wird keine psychische Existenz und generative Kraft behauptet: Sie ist ein rein methodisches Konstrukt, mit dessen Hilfe intonatorische Kategorien festgestellt und verglichen werden können.
Im Vortrag möchte ich besonders diesen theoretischen Ansatzpunkt, der m.W. in der kontrastiven Linguistik nicht üblich ist, zur Diskussion stellen. Die Arbeit von F. Jin Intonation in Gesprächen. Ein Beitrag zur Methode der kontrastiven Intonationsanalyse am Beispiel des Deutschen und Französischen (1990) besteht beispielsweise in der Gegenüberstellungen der deutschen und französischen Forschungstraditionen und der darin begründeten unterschiedlichen Kategorien. Die Inkommensurabilität der Kategorien wird durch die Übereinstimmung in den experimentellen Methoden aber nicht aufgehoben. Ein echter Vergleich kann hier nicht stattfinden, weil die unterschiedlichen Kategorien ein Auffinden von Gleichem gar nicht zulassen. Die Erweiterung der Sprechakttheorie auf dialogische Strukturen wie in Elementare Dialogstrukturen von W. Franke (1990) scheint mir dagegen eine tragfähige Basis für den Sprachvergleich zu schaffen. Die empirische Arbeit beginnt erst nach der Konstruktion der formalen Strukturen. Im Gegensatz zu M. Seltings richtungsweisender Arbeit Prosodie im Gespräch (1995) wird nicht auf apparative Untersuchungen des Datenmaterials verzichtet. Es ist m.E. wünschenswert, die unverzichtbaren intuitiven Einschätzungen des Analytikers soweit wie möglich durch exakte Messungen abzusichern.
Strategiehorizonte bei der Vermittlung juristischer Inhalte an Laien Die Erörterung ordnet sich in die Konzeption zur wissensgesteuerten Kommunikation zwischen Experten und Laien in Domänen der gesellschaftlichen Organisation ein, wie sie grundlegend von S. Wichter (1994) dargelegt ist. Der juridischen Diskursdomäne kommt in diesem Zusammenhang zentrale Bedeutung bei der sprachlich gesteuerten Normierung des Consoziums zu.
Im Vergleich einer an S. Wichter orientierten schematheoretischen Skalierung von empirisch erhobenen Daten zum juristischem Experten- und Laienwissen wird die These vertreten, daß die expertenbezogenen Produktionsnormen und die laienspezifischen Rezeptionsnormen in erster Linie durch die texttypischen Wissensschemata begründet sind und die `Unverständlichkeit des Rechts' (M. Herberger 1983) entgegen weithin vertretener Auffassungen weniger lexikalisch oder syntaktisch motiviert als vielmehr schemabedingt ist.
Exemplarisch wird dies an den gesetzlichen Bestimmungen über die Wirkung der Erklärung eines in fremdem Namen Handelnden erörtert, die zum zivilrechtlichen Grundinventar des juristischen Expertenwissens gehören.. Die für normsetzende Texte charakteristische Reduktion der entsprechenden Setzungen in õ 164 II BGB verstößt gegen die sprachlichen Rezeptionsnormen von Laien derart, daß auch eine expertengesteuerte Paraphrasierung des Gesetzesinhalts mit dem Zweck der Laienvermittlung nicht zur Auflösung der juristischen Systemhermetik geeignet ist. Dies wird im Vortrag anhand einer diskursanalytischen Erörterung eines Videoausschnittes zu zeigen sein.
Vor diesem Hintergrund sind die schemaimplantierten Normen juristischer Setzungen einerseits und des Bürgerverständnisses entsprechender Vertextungen andererseits als Gegenstand der Reflexion gesellschaftlicher Normierungsprozesse zu behandeln.
Präferenzstrukturen für Reparaturen in deutschen Alltagsgesprächen Schon früh haben Konversationsanalytiker die Vertreter der unscharf definierten Klasse sogenannter Reparaturen als Schlüsselstellen sprachlicher Interaktion analysiert, an denen die vielschichtige interaktive Konstitution von Sinn in deutlicher Weise hervortritt. Mit dem Terminus Präferenzstrukturen hat man für eine ganze Reihe konversationeller Phänomene (u.a. für bestimmte Nachbarschaftspaare, Personenreferenz, Reparaturen) die Beobachtung auf den Punkt gebracht, daß aus einem Repertoire jeweils sequentiell angemessener Zugmöglichkeiten, bestimmte Varianten häufiger zu finden sind als andere. Der Aspekt der Imagebewahrung (Goffman 1967) spielt bei der Erklärung dieser Strukturen eine wichtige Rolle.
Anknüpfend an die Arbeiten von Emanuel A. Schegloff et al. (1977) und Margret Selting (1987a/b), stelle ich einige Sequenzen aus nicht-kompetitiven Alltagsgesprächen (Tischgesprächen) vor, in denen sich mehrere aufeinanderfolgende und in einem Zusammenhang stehende Reparaturen finden. Hier läßt sich deutlich zeigen, wie Sprecher Reparaturen einerseits zur Wiederherstellung der gemeinsamen Verständigungsgrundlage einleiten bzw. vollziehen, dies aber anderseits im Bewußtsein der potentiellen Bedrohung für das eigene Image wie das ihrer Gesprächspartner mit einer gewissen Vorsicht tun. Es soll dabei nachvollzogen werden, wie die Konversationsteilnehmer diesen Zielkonflikt entsprechend der Maxime zu lösen suchen, so direkt wie nötig (um die gemeinsame Gesprächsbasis wieder herzustellen) und so indirekt wie möglich (um den eigenen Imageverlust bzw. den der Partner möglichst gering zu halten) vorzugehen.
Abschließend möchte ich anläßlich der vorgestellten Beispiele die Frage aufwerfen, inwieweit sich die Phänomene, die hier unter diskursfunktionalen Gesichtspunkten betrachtet werden, alle mit gleichem Recht unter dem Begriff "Reparatur" zusammenfassen lassen.
Goffman, Erwing (1967). Interactional Rituals. Essays in Face-to-Face Behavior. New York: Doubleday.
Jefferson, Gail (1975). Error Correction as an Interactional Resource. In: Language in Society 3. 181-199.
Schegloff, Emanuel A., Gail Jefferson, and Harvey Sacks (1977). The Preference for Self-Correction in the Organization of Repair in Conversation. In: Language 53. 361-382.
Selting, Margret (1987a). Fremdkorrekturen als Manifestationsformen von Verständigungs-problemen. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 6. 37-58.
Selting, Margret (1987b). Reparaturen und lokale Verstehensprobleme. Oder: Zur Binnen-struktur von Reparatursequenzen. In: Linguistische Berichte 108.